Der Wirkstoff Sildenafil

Der Wirkstoff Sildenafil

Auf dem Wirkstoff Sildenafil Citrate beruhen die Potenzmittel Viagra und Kamagra. Die Portionierung einer Tablette sind Sildenafil 100 mg, auch in Generika ist diese Menge enthalten. Mit Sildenafil wird die erektile Dysfunktion von Männern wirksam bekämpft, der Wirkstoff ist normalerweise gut verträglich und wird seit Ende der 1990er Jahre weltweit angewendet.

Wie funktioniert Sildenafil Citrate?

Sildenafil ist ein PDE-5-Hemmer, der das Enzym Phosphodiesterase-5 in seiner Entstehung signifikant unterdrückt und damit den Abbau des zyklischen Guanin-Monophospats (cGMP) verzögert. Dieser Botenstoff ist dafür verantwortlich, dass die Schwellkörper im Penis mit Blut versorgt werden und somit die Erektion entsteht. Schon die einmalige Einnahme von Sildenafil 100 mg genügt gewöhnlich für eine ausreichend lang andauernde Erektion, weil wesentlich mehr cGMP umläuft und sich gleichzeitig die Muskelrelaxation verstärkt, deren Gegenteil – die Kontraktion – Blut aus dem erigierten Penis abzieht. Allerdings wird durch Sildenafil kein Automatismus freigesetzt, wie es manchmal in Slapsticks-Spots zu sehen ist, in denen der Mann automatisch eine Erektion bekommt und diese nicht mehr los wird. Im Gegenteil reagiert der Körper völlig gesund und normal auf eine echte sexuelle Stimulanz. Die Einnahme einer Tablette mit Sildenafil wird etwa 30 Minuten vor dem Verkehr empfohlen, die Wirkung kann bis etwa acht Stunden anhalten (wiederum nicht per Dauer-Erektion, sondern nach natürlicher Stimulanz). Innerhalb von 24 Stunden sollten nur einmal Sildenafil 100 mg eingenommen werden, selbst eine Halbierung der Dosis auf 50 mg ist möglich und vielfach wirksam.

Herstellung und Vertrieb von Sildenafil

Die Herstellung erfolgt nach höchsten medizinischen Standards, der Vertrieb beziehungsweise die Auslieferung in original verpackten Blistern mit einem Aufdruck des Herstellers, des Herstellungs- und Ablaufdatums. Die Produkte sind verschreibungspflichtig, es sind geringe Nebenwirkungen wie eine leicht zugezogene Nase und ein leichter Druck im Kopf bekannt. Anwendern wird geraten, auf seriöse Anbieter und Originalverpackungen zu achten, da natürlich recht viele Fälschungen von Potenzmitteln im Umlauf sind. Die Polizei- und Zollbehörden veröffentlichen regelmäßig Bilder von solchen Fälschungen und klären darüber auf, wie diese zu erkennen sind. Der Generikavertrieb von Sildenafil-Produkten wird voraussichtlich im Juli 2013 in Deutschland beginnen, Anwender können dann auf deutliche Preissenkungen hoffen. Einige der Produkte wirken schneller als Viagra, die Erektion soll nach Studien schon nach 15 Minuten einsetzen können, manche Kombinationen etwa von Sildenafil und Dapoxetin verhindern außerdem eine zu frühe Ejakulation. Die Tabletten dürften demnächst als Generika auch in Kautablettenform und unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angeboten werden.

Wann ist die Einnahme von Sildenafil indiziert?

Der Wirkstoff wird von Ärzten bei echter erektiler Dysfunktion verschrieben und wurde in Deutschland bis 2004 auch kostenseitig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das war natürlich umstritten, obgleich es sich ausnahmslos um Fälle älterer Männer oder Patienten etwa nach einer Prostatakrebs-OP handelte.

Die Gerichte der Republik kippten jedoch schließlich ab 2003 sukzessive entsprechende Regelungen im GKV-Katalog, bei privaten Krankenkassen und in den Beihilfeverordnungen. Nach wie vor ist Sildenafil verschreibungspflichtig, nur bezahlen müssen es die Anwender seither selbst, weshalb viele Betroffene auf die Einführung der Generika warten. Die Anwendung mit ihren geringen (teilweise auch nicht vorhandenen) Nebenwirkungen gilt als ungefährlich, nach der Einnahme von Sildenafil Citrate erhöht sich etwas der Blutdruck, sexuelle Stimulanzen wirken unmittelbar und zuverlässig, ohne diese entsteht keine Wirkung.